Das Ähnlichkeitsprinzip – praktisch:

Viele von uns haben übrigens schon unfreiwillig eine “Arzneimittel-Prüfung” mit “Coffea” gemacht, wenn sie zu viel oder zu spät oder zu starken Kaffee getrunken haben und sich dann  schlaflos von übermäßiger körperlicher bzw. geistiger Unruhe im Bett herum gewälzt haben.
Entsprechend setzen wir z. B. bei Kindern, die vor einem Geburtstag oder einem anderen freudigen oder aufregenden Ereignis “überdreht” und schlaflos sind, entsprechend diesem Ähnlichkeitsprinzip häufig “Coffea” als homöopathische Arznei ein Selbstverständlich “potenziert” und damit in einer Verdünnung, die dem Kind keineswegs schaden kann. Sie liegt dann nicht mehr in nachweisbarer Substanz vor , sondern nur noch als Information oder vielleicht als Nanopartikel.

Ebenso kann entsprechend dem Ähnlichkeitsprinzip “Allium cepa“, die homöopathisch aufbereitete Küchenzwiebel die typischen Symptome mit reichlich scharfem Fließschnupfen, Augenbrennen, mildem Tränenfluss und bellendem Kitzelhusten bei einer Erkältung lindern, sofern die Beschwerden denen beim Zwiebelschneiden ähneln und außerdem im Freien geringer, dagegen in geschlossenen Räumen stärker werden.
Tatsächlich ist das Ähnlichkeitsprinzip die wichtigste und unverzichtbare Säule der homöopathischen Therapie. Die Arznei ist dann und nur dann homöopathisch, wenn sie dem Kranksein des Patienten in seinem Kern ähnelt. Die Behandlung nach Krankheitsnamen, Diagnosen oder oberflächlicher Symptomatik ist selten von tiefgreifender und nachhaltiger Wirkung.