Die Potenzierung

Die für homöopathische Arzneienmittel typische Potenzierung (D-, C- Q-, LM-Potenzen) ist von Hahnemann erst nach jahrelanger Erforschung und Anwendung des homöopathischen Wirkprinzips eingeführt worden.

Dies erfolgte in dem Bemühen,

  • einerseits auf gar keinen Fall durch möglicherweise giftige oder schädliche Substanzen dem Patienten zu schaden,
  • andererseits aber eine möglichst starke Wirkung auf die Selbstheilungskräfte auszulösen.

Hahnemann selbst hat wohl zunächst mit stark verdünnten Urtinkturen, dann mit C-Potenzen (v.a. der C 30) gearbeitet. Später hat er die Behandlung mit Q-Potenzen entwickelt und dann auch favorisiert. 
Dann kamen auch die D-Postenzen und LM-Potenzen hinzu:

  • D-Potenzreihe: Verschütteln bzw. Verreiben in Verdünnungsschritten 1 : 10
    Gebräuchlich in niedrigen D1 – D12, mittleren D12 – D30 und höheren Potenzen D200-D1000
  • C-Potenzen: Schrittweises Potenzieren in Schritten von 1:100
    Gebräuchlich C3 – C 100 000
  • Q- oder LM -Potenzen: Jeweils mehrstufiges Potenzierungsverfahren; bei dem von Stufe zu Stufe eine sehr starke Verdünnung von ca. 1:50 000 erreicht wird.
    Die Bezeichnungen LM bzw. Q stehen für dieses Verdünnungsverhältnis.
     

Neben dem zentralen Ähnlichkeitsprinzip und der Arzneimittelprüfung an gesunden Menschen ist die Potenzierung der Wirkstoffe die dritte grundlegende Säule der Homöopathie.

Die gute Wahl von:

  • des am besten passenden (weil möglichst ähnlichen) Arzneimittels
  • der geeigneten Potenz (Potenzreihe und -höhe)
  • sowie der Mittel-Wiederholung und Dosierung

setzt neben einer intensiven Erarbeitung der homöopathischen Therapie auch viel praktische Erfahrung voraus.